Als Valve damals Steam gestartet und damit Half Life 2 und weitere Spiele auf neue Art vermarktet hat, fand ich das Ganze gelinde gesagt besch…eiden. Gerade die Zwangsaktivierung per Internet wollte mir nicht schmecken, aber auch das Grundkonzept eine proprietären Systems zur Verwaltung von Anwendungslizenzen in der Hand einer Firma gefiel mir gar nicht. Klar, Steam hat auch seine Sonnenseiten. Dass man durch die Bindung der Spiele an seinen Account jederzeit ein Spiel problemlos übers Netz installieren kann, ist an sich eine feine Sache. Diese Bindung ist ihrerseits aber nicht so toll, wenn man ein spiel weitergeben will. Sei’s drum, ich weiß gar nicht, ob Valve da was gemacht hat und eigentlich ist es auch egal. Das größte Problem für mich war der Gedankengang, wenn Valve mal irgendwann nicht mehr sein sollte und keiner für die Bereitstellung von Steam zahlt. Wer schaltet dann die Lizenzen für die Spiele frei? Natürlich legal, ohne Crack oder so.
Das Problem ist bis heute eigentlich geblieben. Allerdings sieht Steam mittlerweile etwas anders aus. Auch andere Firmen nutzen Steam für den Vertrieb ihrer Produkte, und das dürfen sie gerne, auch wenn ich es lieber sehen würde, wenn sich die Industrie da auf einen Lizenzierungsstandard einigen konnte, es gibt nämlich noch etliche andere Systeme dieser Art. Bei Steam haben aber Entwickler eine große Plattform an potentiellen Kunden. Auch kleinere Entwickler profitieren davon und das ist definitiv eine gute Sache.
Unter anderem bei Golem.de ist heuer nachzulesen, dass man mit Steam wieder einen Schritt weiter gegangen ist: Valve hat mit Steamworks ein sehr schönes SDK auf die Welt gebracht, mit der Entwickler ihre Projekte zum einen leicht an Steam anbinden können, und zwar so stark wie sie es für richtig halten, und zum anderen viele Community- und Onlinefunktionalitäten integrieren können
Steam schmeckt mir nach wie vor nicht so Recht, und es wird wohl immer einen gewissen Beigeschmack haben, aber es wird doch immer attraktiver.
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