Beitrag erstellt
am 17.01.2009
um 11:00

NAS-Ausfall in 3, 2., …

Kategorien: Internes





Ich bin sauer auf Seagate.

Nach einem Heise-Artikel (und diversen anderen Berichten) sind einige Baureihen der 7200.11er Festplatten von Seagate mit einer fehlerhaften Firmware ausgerüstet, die dafür sorgt, dass die Platten unter Umständen einfach nicht mehr erkannt werden. Auch meinen Platten könnte das passieren, sie stammen aus dieser Baureihe. Besonders ärgerlich ist die Sache für mich, weil ich die Festplatten nur für ein NAS-Raid geholt hatte. Eigentlich wollte ich Samsung-Platten nehmen, diese werden aber wohl vom verwendeten NAS nicht immer korrekt angesprochen, stattdessen werden eben jene Seagate-Platten empfohlen (haha) und bei Arlt gab es sogar ein vergünstigtes Kombo-Pack bestehend aus dem NAS und einer solchen Platte. Nur desegen hab ich auf Seagate gesetzt.

Nun muss ich mir ein Firmware-Update von Seagate besorgen, die Platten aus dem Raid entfernen, ausbauen, an den PC anschließen, die Firmware einspielen und die Platten wieder ins Raid einbinden. Dabei macht es mir Seagate nicht leicht. Anstatt bei einem so großen Problem die Firmware-Updates frei zur Verfügung zu stellen, muss man einen Kundenvorgang anstoßen. Dazu muss man sich erstmal registrieren. Hab ich über die englische Seite gemacht. Im Registrierungsformular darf man dann die deutsche Sprache auswählen. Dabei werden alle bisherigen Eingaben im Formular gelöscht. Applaus. Im Kundenvorgang darf man dann diverse Felder ausfüllen und Combo-Boxen anklicken. Bei “Betriebssystem” steht in der Combobox neben zahlreichen Systemen und “Unbekannt” auch der Eintrag “- Keine -”. Da das Firmwareproblem nix mit dem OS zu tun hat, hab ich also diesen Eintrag gewählt. Und wurde nach Klick auf “senden” ermahnt, dass ich bei dem Feld einen Wert eingeben muss. Wie bescheuert kann man so ein Webformular eigentlich programmieren?

In Zukunft werde ich glaube ich ein Barebone als NAS und Server verwenden. Die gibt es teils auch schon ab 200 Euro.

Update: Laut Golem.de gibt’s mittlerweile die Firmware-Updates zum Download. Aktuell ist leider der Server von Seagate überlastet. Und ich hab noch keine Antwort auf meine Support-Anfrage erhalten.

Update 2: Wenn die Seagate Support-Seite ohne Inhalt erscheint, muss man oben rechts die Sprache auf Englisch umstellen. Offenbar hat man vergessen, einen deutschen Text in das CMS einzutragen. Na ja, bei dem ganzen Wirbel verständlich. :) Ich habe im Übrigen vom Support noch immer keine Antwort erhalten auf meinen eröffneten Kundenvorgang.

Update 3: Das Firmware-Update wurde zurückgezogen, also Finger weg!

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Kommentare (RSS-Feed)

Das ist ja wirklich ärgerlich. Vielleicht muss man das Betriebssystem wegen eines Update-Programmes auswählen. Aber dass sie die Firmware nicht einfach so zum Download zur Verfügung stellen ist nicht gerade kundenfreundlich.

Ich will mir auch einen kleinen Rechner als NAS und Server bauen und will diesen möglichst stromsparend umsetzen. Optimal wäre dafür der Atom-Prozessor von Intel. Intel hat auch ein richtig günstiges (ca. 60 Euro) Board inkl. Prozessor im Angebot, jedoch ist der Chipsatz darauf so schlecht, dass der Vorteil vom Atom wieder verloren geht. Es gibt zwar mittlerweile einen besseren Chipsatz, aber das Board kostet auch gleich mal 100 Euro mehr. Ich hoffe, dass Intel da in nächster Zeit noch nachbessert.

Bei Festplatten wurde ich in den letzten Jahren zum Samsung-Käufer, jedoch gibt es von Western Digital eine ziemlich stromsparende Platte, die recht gut sein soll. Die ist zwar etwas langsamer, aber das sollte bei einem NAS nicht wirklich merklich auffallen.

Gerade wenn man das Betriebssystem unbedingt auswählen muss, macht es aus Usability-Sicht doch keinen Sinn, in einer Kombo-Box auch andere Auswahlen anzubieten, wenn diese dann ungültig sind.

Meinst Du den neuen Intel-Chipsatz? Oder den von Nvdia. :) Ich hoffe, wenn jetzt demnächst mehr Chipsätze für die Plattform rauskommen, dass es dann auch preislich interessanter wird.

Also bei meinem aktuellen NAS würde die Plattengeschwindigkeit auf keinen Fall auffallen. Selbst bei einer 1GBit-Ethernet-Anbindung schafft das Krüppelteil auf einem Raid 1 nicht mehr als 10mb/s beim Lesen und 5 mb/s beim Schreiben. Das ist schon recht bitter. Daher will ich mir auch was neues basteln.

Klar, ungültige Einträge machen natürlich keinen Sinn. Dachte du meintest, dass die Auswahl generell unnötig sei.

1GBit-Ethernet und dann solche Raten? Das ist aber sehr wenig. Das muss wohl an dem NAS liegen. Damit wird doch aber keiner glücklich.

Ich meinte den Intel-Chipsatz i945GC. Der bessere von Intel ist i945GSE. Der Nvidia-Chipsatz ist auch noch eine Alternative, aber deren Plattform ist leider nochmal um einiges teurer :(

Ja, das liegt am NAS selbst, vermutlich drückt der Raid-Modus die Performance. Für gelegentliche Datensicherungen ist es verschmerzbar. Wenn ich jetzt alle Daten darauf ausgelagert hätte, würde ich aber wohl bald die Geduld verlieren. :)

Ich würde derzeit glaube ich gar nicht auf den Atom setzen und stattdessen ein Media Center integrieren. Da gibt es ein nettes ASUS-MikroATX-Mainboard mit Raid, IGP und gleich mehreren Display-Ausgängen, inkl. HDMI und Displayport. Kostet auch “nur” knapp 100 Euro. Dazu noch eine 40-Euro Dualcore-CPU und man hat schon mal ne gute Basis.

Dass viele NAS-Systeme das verbaute Gigabit nicht ausnutzen können, liegt oftmals an den verwendeten CPUs in den NAS-Systemen die nicht genug Dampf haben um so viele Daten zu verarbeiten.
Bei mir zuhause im Netz hängt auch ein Buffallo NAS mit gigabit (nicht meine Anschaffung) doch das schafft auch nur schlappe 10-12mb/s … dafür hätten es 100mbit auch getan. Von Notebook zu meinem “server” hingegen flutscht es, limitierender Faktor ist da dann das komplettverschlüsselte Notebook dessen alte CPU beim schreiben auf die platte schon an die Grenze kommt.

Also mehr Power in die Geräte, dann klappt’s auch mit dem Software-Raid. ^^

Die Daten über das Netzwerk schaufeln ist doch nicht Aufgabe der CPU, oder?

Klar hat der Dualcore um einiges mehr Power, aber ein kleiner Homeserver braucht für meine Zwecke nicht so viel Power. Und Strom sparen is damit auch nicht. Außerdem kostet das Mainboard inkl. Atom gerade mal ca. 60 Euro.

Naja, irgend jemand muss die Daten zwischen Ethernet-Port und Festplatte vermitteln, und auf so einem kleinen NAS-Board sind nicht allzu viele Controller, da hat auch die CPU genug zu tun, die ja meist auch nicht allzu groß ausgelegt ist. Wenn dann noch so Sachen wie Software-Raid und Verschlüsselung dazu kommen, wird’s schnell eng.

Ja, ein Home-Server braucht nicht soviel Power, aber ein Media-Center schon, grade wenn dann noch HD hinzukommt – was immer mehr Sinn macht.

Wenn man ein günstiges Board nimmt mit nem günstigen Dualcore, bleibt man da auch noch unter 100 Euro. Aber ich hätte ja gern auch noch Raid und dies und das…

Firmware-Update von Seagate…

Laut Golem gibt es jetzt ein Update für die armen Leute, die von dem Festplattenproblem betroffen sind.

Irgendwie scheint die Webseite für das Firmawareupdate nicht richtig zu funktionieren – ich bekomme da nur ein leeren Inhaltsverzeichnis angez…

Kann den Unmut verstehen. Allerdings sollte man bedenken was da auf Seagate grade einbricht. Dafür machen die einen ausserordentlich guten Job. Das kenne ich auch anders:

Mr. Foo, siehe Update 2 im Artikel. :)

PenZiuM, stimmt, im Vergleich zu manch andrer Firma machen sie noch eine gute Figur, aber man soll sich ja nie bloss an anderen messen. ;)

Danke im Übrigen für die Erwähnung, ich war etwas überrascht, meinen vollen Namen zu lesen. ^^

Das gehört sich doch so. Soll ichs löschen?

Nene, ist schon ok. :)

Man kann das Update auch direkt über disksupport@seagate.com unter Angabe von Modell, Seriennummer etc. anfordern. Eine Registrierung ist nicht nötig.
Hatte gestern morgen eine Mail verschickt und heute die Antwort bekommen, dass die neue FW kurzfristig per Mail zugeschickt wird.

Unter der email-Adresse scheint der Support wohl besser zu funktionieren. Aber Vorsicht, das Update wurde wohl wieder zurückgezogen, siehe http://www.zdwonline.de/?p=607

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